Schlank werden mit BPMN 2.0? – Visualisierte Geschäftsprozesse

Posted By on 12/02/2016

Wenn von Verschlankung die Rede ist, denken die meisten Manager an die einfache Prozessmodellierung, Prozessmodelle oder Prozessverbesserungen und die daraus resultierende Vermeidung von Ressourcenverschwendung durch z.B. Überproduktion. Das diese Methoden eher in den Bereich Lean Management (siehe Lean Six Sigma -> alten Beitrag verlinken) fallen bleibt einerseits zwar unbestritten, ist andererseits aber auch ein klares Indiz für die mitunter komplizierte Prozesslandschaft. Damit auch Sie logisch nachvollziehen können, um was es sich bei prozessbezogener Verschlankung handelt, möchten wir hier einige Beispiele geben.

Auf einem Schreibblock liegen ein Apfel, Kugelschreiber und ein Maßband.

Mit dem richtigen Plan und einem optimierten Prozessmanagement wird jedes Unternehmen schlanker.

Was ist ein Geschäftsprozess? – Der Bereich BPM

Bevor wir zum Kern dieses Beitrags kommen, wollen wir einen Prozess zunächst grundlegend erklären. Folgende Charakteristika zeichnen diesen demnach aus:

  1. Ein Prozess ist allgemein gesprochen ein Arbeitsschritt.
  2. Ein Prozess lässt sich in Teilprozesse (Teilaufgaben) zerlegen.
  3. Ein Prozess wird mithilfe einer Symbolsprache (BPMN 2.0, z.B. Gateways) dargestellt.

Auch wenn noch weitere Punkte einen Prozess auszeichnen, fassen es diese drei übersichtlich zusammen. Gerade der letzte Punkt ist für den weiteren Verlauf dieses Beitrags von großer Bedeutung, weshalb wir ihn ebenfalls noch einmal erklären wollen.

Was ist BPMN 2.0? – Der Bereich Business Process Modelling and Notation

Unter BPMN versteht man eine Modellierungssprache. Sie ist in verschiedene Symbolkategorien unterteilt, sodass bestimmte Formen in mehrfacher Hinsicht präsent sind. Ein Kreis (allgemeines Startsymbol) kann daher in unterschiedlichster Art und Weise abgewandelt werden (Kreis mit Uhr = Startereignis ist an eine bestimmte Zeitspanne gebunden), bis er den Ansprüchen des Prozessmanagers entspricht und für den Arbeitsablauf (Stichwort: Prozessautomatisierung) relevant gemacht wird.

Was versteht man unter Verschlankung und Visualisierung?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir die beiden ersten Textblöcke miteinander verknüpfen. Während wir direkt nach der Einleitung gelernt haben, dass ein Prozess spezifische Charaktereigenschaften besitzt, wissen wir seit der zweiten Teilfrage auch, wie ein Prozess mithilfe von Modellierungstools und Modellierungskonventionen abgebildet wird. Im geschäftlichen Sinne spricht man von Verschlankung, wenn der entsprechende Prozess die Ressourcen des Unternehmens schont. Jedoch können auch Prozesse selbst abgebaut werden, indem man sie schlicht ausspart und Arbeitssschritte zusammenfasst.

Der Visualisierungsbegriff lässt sich ebenfalls mehrfach definieren. Während er einerseits die einfache Darstellung mittels Modellierungswerkzeug beschreibt, dient er andererseits als beliebtes Mittel der Kundenfreundlichkeit, was sich besonders gut auf den Websites großer Online-Shops beobachten lässt: Wer eine Ware bestellt, erhält am oberen Bildschirmrand einen genauen Eindruck, welche Schritte noch absolviert werden müssen, um den besagten Verkaufsgegenstand zu erwerben. Die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens, im Bezug auf diese Art von Transparenz, steigt dadurch um ein Vielfaches und erleichtert andererseits auch den Mitarbeitern die Verarbeitung von Bestellungen.