Risikomanagement 2015 – Tipps und Trends

Posted By on 16/03/2015

Wirtschaftsexperten sind sich auch im neuen Jahr weitestgehend einig: Zur effektiven Bekämpfung von Risiken, müssen sämtliche Unternehmensbereiche klar definiert werden. Gibt es Unklarheiten im Bezug auf die internen Strukturen, darf der Fokus nicht primär auf alten Problemfeldern liegen. Auch wenn es gerne mal übersehen wird: Ein Unternehmen richtet sich nur selten gänzlich neu aus, die externen Faktoren aber, unterliegen einem ständigen Wechsel.

Bereits auf mittelalterlichen Märkten, herrschte dieses Grundprinzip vor. War die Nachfrage nach einem Produkt sehr groß, erzielten die jeweiligen Bauern gute Gewinne, war die Nachfrage gering, erzielten sie diese nicht. Um auf eben diese schlechten Zeiten vorbereitet zu sein, betrieben die Händler in vielen Fällen Gewichtsfälschung, sodass die Kunden letztlich weniger erhielten, als sie wirklich bezahlt hatten. Die erst etwas später aufkommende Münzfälschung, blieb uns bis heute erhalten.

Projektmanager schreibt auf einem Block

Projektmanager müssen auch Risiken bei der Planung beachten.

Kurzer Exkurs

Ähnlich wie im Mittelalter, werden unterschiedliche Betriebskomponenten unterschiedlich gewichtet. War es im Mittelalter ein einfacher Markstand der den Verkaufsraum stellte, so haben wir heute riesige Hochhäuser. Wo der hinterlistige Händler einst Gewichte manipulierte, haben wir eine erhöhte Cyberkriminalitätsrate.
Der Punkt ist: Risikomanagement ist eine unterschätzte Komponente, die faktisch häufig nicht angemessen gewichtet wird. Egal ob es sich um einen Großhändler von Kakaobohnen handelt (der sich im Übrigen wahrscheinlich wirklich mit gefälschten Gewichten beschäftigen muss), oder um größere Finanzdienstleister (Risikofaktor: Cyberkriminalität).

Revolutionäre Neuheiten?

Das Fragezeichen, setze ich hinter die Überschrift dieses Kapitels aus gutem Grund. Denn eine wirkliche Revolution, steht allem Anschein nach nicht bevor. Nach wie vor gelten die folgenden Standards:

1.) Abteilungsübergreifende Maßnahmen treffen
-> Vom Abteilungsleiter bis zum untersten Angestellten, muss im Hinblick auf eine effiziente Vorbeugung jede Ebene betrachtet und überwacht werden.

2.) Unternehmenserfolg und Risikomanagement zusammenhängend bewerten
-> Das Risikomanagement sollte nach auf der Unternehmensgrundlage basieren und nicht die Unternehmensgrundlage auf dem Risikomanagement. Auch wenn höhere Investitionen in das Risikomanagement erforderlich sind, so muss dies als Anlage für die Zukunft evaluiert werden.

3.) Auf ein anpassungsfähiges Managementkonzept setzen
-> Um neu hinzukommenden Risiken entgegenzuwirken, muss ein professionelles Risikomanagement auf sämtliche Bereiche anwendbar sein. Wichtig ist hierbei die klare Unterscheidung zwischen externen(äußere Einflüsse: z.B. Finanzkrise) und internen(innere Einflüsse: z.B. Fehlmanagement) Risiken. Nur bei einer klaren Differenzierung und der effektiven Vorbeugung, können neue Risiken bereits im Vorfeld erkannt werden.

4.) IT-Systeme bergen hohe Risiken
-> Die enorme Größe vieler Unternehmen, erfordert einen besonderen Umgang mit der eingesetzten IT. Oftmals werden Risiken gar nicht erst analysiert, sondern lediglich kurz angeschnitten. Die Erfahrung zeigt jedoch: Risiken im IT-Bereich, lassen sich häufig recht schnell erfassen. Benötigt wird dabei entweder die entsprechende Software(z.B. iGrafx), oder fachlich geschulte Mitarbeiter.